Am Sonntag, dem 14. Juni 2016, fand auf der Burg Wahlmich bei Waldaschaff anlässlich der archäologischen Ausgrabungen ein Grabungsfest statt.

Diese Veranstaltung haben wir vom Archäologischen Spessartprojekt gemeinsam mit den Verein für Heimatpflege Waldaschaff ausgerichtet. Weiter Unterstützung erhielten wir von der Gemeinde Waldaschaff.

Das Grabungsfest ermöglichte es Interessierten aus Waldaschaff und aus dem gesamten Rhein-Main-Raum, erste Ergebnisse der Freilegungsarbeiten auf der Burg Wahlmich persönlich in Augeschein zu nehmen.  Der Aktionstag stellte für die Besucher insofern ein einmaliges Erlebniss dar, da nach Abschluss der Grabungen Ende 2016 ein Gutteil der aufgedeckten Befunde wieder mit Erde bedeckt werden. Dies betrifft vor allem die tiefe Sondage im Bereich des südlichen Halsgrabens.

Zahlreiche Aktionen bereicherten den Besuch der Grabungsstelle:

Großer Andrang herrschte bei den Führungen über den Burgberg

Großer Andrang herrschte bei den Führungen über den Burgberg

So haben drei Archäologen permanent  über die Grabungen geführt. Eine kleine Ausstellung zeigte die in den vergangenen eineinhalb Monaten geborgenen Funde.

Um die Zeit um 1250 zu erleben – also jene Zeit, in der die Burg als Wehranlage benutzt wurde – stellten die Milites Teutonici direkt neben der Grabung den hochmittelalterlichen Alltag nach.

Der große Andrang bestärkt uns darin, auch bei unseren nächsten Grabungen solche „Ortstermine“ für die Spessarterinnen und Spessarter durchzuführen.

Impressionen vom Grabungsfest 2016

Alles aufgebaut - jetzt können die Besucher kommen.
Christie und Sabrina sind führungsfit.
Pünklich um 11 Uhr treffen die ersten Neugierigen ein.
Auf eine kurze Einführung ...
... folgte das Erklimmen des Burgbergs ....
.... ständig unterbrochen von Ausführungen des Archäologen.
Das gleiche Procedere konnte man bei Sabrina erleben
Endpunkt der Führung bildete die Fundschau.
Darauf deuten, aber nicht berühren!
Christine schilderte die Burggeschichte mit ausholender Gestik.
Immer wieder gerne gezeigt: Das digitale Geländemodell.
Wolfgang betreute die Fundepräsentation.
Auch Michael, ein fleißiger Grabungshelfer, stand bei den Fundstücken Rede und Anwort.
Nördlich der Grabungsflächen hatten die Milites Teutonici ihr Lager aufgebaut.
Christian bot Informationen über die Bewaffnung eines Ritters an.
Im Mittelpunkt seiner Ausführungen: Das Schwert - Dreh und Angelpunkt des Ritterseins
Die Besucher lauschten Interessiert seinen Ausführungen.
Weiterer Schwerpunkte des mittelalterlichen Lebens bildeten die Textilarbeit ...
... und natürlich auch das Essen und Trinken.
In der Feuerstelle köchelte die Mahlzeit vor sich hin ...
... wurde gelegentlich umgerührt, ...
... um dann mit großem Genuss verspeist zu werden.
Zwischen Autobahn und Grabungsstelle waren die Verpflegungsstände aufgebaut.
Die Besucher konnten bei Speis und Trank ihre Eindrücke von dem Grabungsbesuch miteinander austauschen.
Wie bei Grabungsfesten des Archäologischen Spessartprojekts üblich überboten sich auch die Waldaschaffer Kuchenbäckerinnen in ihrem Können.
Ihre Produkte fanden denn auch reißenden Absatz.
Ein Informationsstand der Burglandschaft bot Gelegenheit, sich über ähnliche Anlagen im gesamten Spesart zu informieren.