Wörth am Main

Wörth wird ganz vom Main bestimmt: zuerst als Grenze des römischen Reiches, später als Zentrum des Schiffbaus – und immer wieder durch Überschwemmungen. Wörth und der Main – eine Schicksalsgemeinschaft. Schon die Römer errichteten hier am Main ein Kastell und einen Hafen. Damals war der Main die Grenze des Römischen Reiches, der so genannte „nasse Limes“. Bis heute ist Wörth durch seine Lage am Main geprägt. Wegen der häufigen Hochwasser wurde im 19. Jahrhundert planmäßig ein höher gelegener, neuer Ortsteil angelegt. Hier am Marktplatz beginnt der 10 km lange Rundweg. Er führt in den alten Ortskern zur Kirche St. Wolfgang, die heute das Schifffahrtsmuseum von Wörth beherbergt – eine einzigartige Kombination von gotischer Architektur und moderner Gestaltung. Unweit davon steht das wundervolle alte Rathaus aus der Renaissance, in dem heute das Römermuseum untergebracht ist. Weiter führt der Kulturweg zum römischen Kastell, das, ein seltener Fall, nicht durch den späteren Ort Wörth überbaut wurde. So haben sich die Reste des Kastells unter der Erde bis zum heutigen Tag erhalten. Etwas weiter landeinwärts stoßen Sie auf das Römerlager „Feuchte Mauer“, ein aus Erde aufgeworfenes Schanzwerk, das wahrscheinlich die erste römische Befestigung war, noch bevor das Kastell am Mainufer errichtet wurde. Schließlich führt der Rundweg zu zwei mächtigen Säulen aus Sandstein – dem 1754 errichteten Galgen von Wörth. Allerdings wurde er damals wohl nur noch aus Prestigegründen aufgestellt – ein Galgen, an dem nie jemand gehängt wurde.

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woerth

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