Am ersten Juli 2022 begannen wir gemeinsam mit dem Heimat- und Geschichtsverein Alzenau, der Stadt Alzenau und dem Spessart-Gymnasium Alzenau mit den Grabungen bei den Dörsthöfen.

Zwischen Alzenau und Mömbris gelegen, fanden sich vor Jahren bei der Anlage eines natürlichen Klärbeckens die Überreste einer mittelalterlichen Töpferei. Bald nach 1300 lief dort ein Brand aus dem Ruder. Die komplette im Brennofen gestapelte Keramik wurde dabei zu heiß, verklumpte und verschmolz und musste komplett entsorgt werden. Was für uns heute eine kleine archäologische Sensation darstellt, dürfte damals den Töpfer fast in den Ruin getrieben haben. Die Teilaufdeckung dieser Töpferei nehmen wir als Ausgangspunkt dafür, uns intensiver mit der ländlichen Besiedelung im Vorfeld des mittelalterlichen Alzenau zu beschäftigen.

 

Zwischen Juli und Oktober begeben wir uns in einem Areal von knapp 300 Quadratmetern auf die Suche nach den Überresten mehrerer Hofstellen, die im 14. Jahrhundert dort an einem Bachlauf zu verorten sind. Wie muss man sich damals das Leben auf einem Bauernhof vorstellen? Welche Bezüge gab es zur nahen Stadt und zu den Burgen im Umfeld? Was hat von der einstigen Besiedelung bis heute im Boden überdauert? Wie bei vergangenen Grabungen des Archäologischen Spessartprojekts findet auch diese gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern statt. Im Sinne der Citizen Science soll nicht nur Fachleuten die Möglichkeit gegeben werden, an einem für sie fachfremden Projekt mitzuarbeiten. Die zweite Säule des Arbeitens mit Bürgerbeteiligung sind Führungen, sowie Projekte mit Kindergärten und Schulen.

Kontakt:
Harald Rosmanitz rosmanitz@spessartprojekt.de, Tel. 01520 9861693