Bessenbach1

Dorf und Pfarrei Oberbessenbach sind seit der Gründung im hohen Mittelalter aufgrund der engen Verbindung zum Aschaffenburger Stift St. Peter und Alexander nach Aschaffenburg hin ausgerichtet. Für das Stift dürfte Oberbessenbach ein wichtiger Ort an der östlich des Ortes verlaufenden alten Handelsverbindung, der sogenannten Poststraße gewesen sein. Der Ottilienkirche kommt als früheste Pfarrei („Ur-Pfarrei“) im Bessenbachtal eine besondere Bedeutung zu. Sie ist glücklicherweise einer der wenigen Kirchenbauten, die in der Region aus dem 15. Jahrhundert erhalten sind. Unterhalb der Kirche befindet sich der Ottilienbrunnen, von dem sich Wallfahrer in früheren Zeiten Hilfe bei Augenleiden erhofften. Kunsthistorisch interessant ist der 1902 ausgeführte Bau der benachbarten Stephanuskirche. Auf dem Weg um Oberbessenbach begegnen Sie geologischen Besonderheiten wie dem Frau-Holle-Stein, der einer von vielen markanten Punkten in der Kulturlandschaft Spessart ist, die sich mit dieser mythologischen Figur beschäftigen. Sie erfahren von den landschaftsprägenden Veränderungen am Beispiel der Geschichte des Steinbruchs der Firma Keiner. Ein Höhepunkt des Rundgangs ist das tief im Wald errichtete Posthalterskreuz, das im 19. Jahrhundert sogar einmal entwendet wurde.

Unsere Wanderempfehlung:

Der Kulturrundweg führt von Oberbessenbach bergauf zum Frau-Holle-Stein auf dem Hägberg (Stichweg) und von dort weiter zum ehemaligen  Keiner-Steinbruch. Bergauf  steigend  wird  das Posthalterskreuz erreicht, von dem es über das Gäns-kreuz zurück in den Ort mit dem Hausbrunnen und zum Abschluss an die Ottilienkir-che geht. Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund auf einer Länge von ca. 12 km.

Durch Anklicken der entsprechenden Bildbereiche gelangen Sie zu den hochauflösenden .pdf-Dateien der jeweiligen Tafeln:

Bessenbach1

Tafel 1 Tafel 2 Tafel 3 Tafel 4 Tafel 5 Tafel 6 Tafel A