Wie bei anderen Vorhaben des Archäologischen Spessartprojekts der letzten Jahre sind auch zum Projekt „Ringwall bei Wirtheim“ Visualisierungen des Digitalen Geländemodells zur Vorbereitung der geplanten Ausgrabungen erstellt worden. Die Visualisierungen des DGM haben in diesem Fall zwar keine weiterführenden Erkenntnissen zum Ringwall gebracht, dafür aber zu recht anschaulichen Darstellungen dieses Bodendenkmals geführt, insbesondere bezüglich seiner ungewöhnlichen Lage im Gelände.

Der Ringwall liegt nicht oben auf dem Bergrücken, der sich als nordwestlicher Ausläufer der Altenburgshöhe zwischen der Bieber und dem Hirschbach bis zur Kinzig hin erstreckt, sondern am Ende dieses Bergrückens am oberen Teil seines Westhangs. Das Bodendenkmal hat eine nahezu kreisrunde Form mit einem Durchmesser zwischen 75m und 90m. Dies verdeutlicht dessen landläufige Bezeichnung als „Kringel“. Auch der erhaltene Rest des Zangentores an der Westseite des Ringwalls ist gut zu erkennen. Die tiefstgelegene Stelle des Ringwalls liegt mehr als zehn Höhenmeter unterhalb der höchstgelegenen Stelle und letztere wiederum fast zehn Höhenmeter tiefer als die Kuppe des Bergrückens. Damit ist die Lage des Ringwalls offenkundig gezielt auf die flussabwärts gelegenen Engstelle des Kinzigtales westlich von Wirtheim hin ausgerichtet, von wo aus sich der Ringwall im Digitalen Geländemodell wie auf einem „Präsentierteller“ zeigt. Vom flussaufwärts gelegenen Teil des Kinzigtales aus und auch aus den Tälern der Bieber und des Hirschbachs ist der Ringwall dagegen nicht zu sehen, ebensowenig vom hinteren, schon höher gelegenen Teil des Bergrückens aus.

Gebietsübersicht mit der Fläche des DGM-Ausschnitts und den Positionen der 3D-Ansichten auf den DGM-Ausschnitt (Abb. 5 bis 9).

Luftbild: Google Earth; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
Böschungsschummerung des DGM-Ausschnitts mit dem Ringwall am Ende des Bergrückens zwischen der Bieber und dem Hirschbach (2000m x 1334m).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
Der Ringwall mit dem noch gut erkennbaren Rest des Zangentors an der Westseite in einer DGM-Schräglichtschummerung (200m x 133m).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
Der Bergrücken mit dem Ringwall in einer DGM-Schräglichtschummerung mit 2-m-Höhenlinien (1000m x 667m).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
3D-Ansicht auf den DGM-Ausschnitt aus dem Kinzigtal unterhalb der Einmündung der Bieber: Der am Hang gelegenen Ringwall ist gut zu sehen (Gelände 2-fach überhöht).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
3D-Ansicht auf den DGM-Ausschnitt aus dem Kinzigtal oberhalb der Einmündung der Bieber: Der auf der Rückseite des Bergrückens gelegene Ringwall ist aus dieser Perspektive nicht zu sehen, das runde Objekt auf dem Bergrücken ist die Böschung am Wasserhochbehälter (Gelände 2-fach überhöht).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
3D-Ansicht auf den DGM-Ausschnitt aus dem Tal des Hirschbachs: Der auf der Rückseite des Bergrückens gelegene Ringwall ist aus dieser Perspektive nicht sichtbar (Gelände 2-fach überhöht).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
3D-Ansicht auf den DGM-Ausschnitt aus dem Tal der Bieber: Der am Westhang des Bergrückens gelegene Ringwall ist aus dieser Perspektive ebenfalls nicht sichtbar (Gelände 2-fach überhöht).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach
3D-Ansicht auf den DGM-Ausschnitt aus Südosten: Der am Ende des Bergrückens gelegene Ringwall ist selbst aus dieser Perspektive nicht zu sehen (Gelände 2-fach überhöht).

Datengrundlage: Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation; Bearbeiter: Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach

Karl-Heinz Gertloff, Egelsbach 2015