Bereits um 980 erscheint in der Grenzbeschreibung des Aschaffenburger Forstes ein »Fleredesfelt«, das als Flörsbacher Höhe oder als Ursprung von Flörsbach gedeutet werden kann. Darauf deutet Flörsbachs Lage als Grenzort hin, die es bis heute einnimmt.

Erst 1324 erscheint der Ort wieder, diesmal in hanauischem Besitz. Immer wieder werden die Flörsbacher als Fuhrleute genannt, vor allem in Zusammenhang mit der Überwindung der letzten Steigung zur Flörsbacher Höhe. 1723 erhielt Flörsbach ein eigenes Forstamt, das bis 1968 bestand. In der Blütezeit des Bieberer Bergbaus arbeiteten viele Flörsbacher im Lochborn, wohin sie auf dem »Bergleute-Weg« gingen.


Die Verkehrs- und Grenzlage Flörsbachs erläutern die Stationen des (verschwundenen) Dreimärker-Steines und an der Wiesbütt. Nicht weit davon entspringt das Judenbörnchen, das als Tränke für das Vieh jüdischer Händler bei dem Transport über den Spessart diente. Ergänzend tritt die Waldbewirtschaftung der »Eichenlohe« hinzu, die hier betrieben wurde.

Unsere Wanderempfehlung:

Für den Startpunkt am Brunnen an der Hauptstraße in Flörsbach stehen dort auch Parkplätze zur Verfügung. Von hier wandert man in Richtung Norden aus der Siedlung hinaus und gelangt in den Wald mit reichem Eichenbestand. Die Verarbeitung von Eichenrinde, mit der ein Gerbstoff für die Ledererzeugung hergestellt wurde, war im 19. Jahrhundert ein einträgliches Geschäft. Bei der weiteren Wanderung passiert man die Stelle, an der ein historischer Grenzstein, der „ Dreimärker" stand. Leider wurde er vor ein paar Jahren gestohlen, konnte aber durch eine Kopie ersetzt werden. Nachdem man an der Wiesbütt vorbei gelaufen ist, stößt man auf das Judenbörnchen, einen von vielen Brunnen, die von jüdischen Viehhändlern im Spessart für ihr Vieh genutzt wurden. Der 12 km lange Wanderweg endet wieder in Flörsbach.

Durch das Anklicken der Zahlen können Sie die dazugehörigen Tafeln des Kulturrundwegs aufrufen.

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