1914 wurde der Bau der Staustufe bei Mainaschaff begonnen und 1919, kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges, vollendet. Der Main wurde 2,5 m hoch aufgestaut. Eine 12 m breite und 400 m lange Floßgasse wurde im Bereich der Schleuse parallel zum Fluss angelegt, in der die Flößer den Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasser überwinden konnten. Das Gefälle des Flusses ermöglichte den Bau eines Kraftwerks mit drei Turbinen. Im Zuge der letzten Mainregulierung wurde der Fluss an der neuen Staustufe Kleinostheim auf 6,80 m Höhe aufgestaut. Dadurch wurde die Staustufe Mainaschaff hinfällig. Am 6. Juni 1971 stellte das Kraftwerk die Tätigkeit ein.

Obwohl Mainaschaff am Main liegt, hatte der Ort so gut wie keinen Bezug zur Schifffahrt und zur Fischerei, ausgenommen die kurze Phase der Leinreiterei im 19. Jahrhundert. Die Landwirtschaft beherrschte das Ortsbild. 1184 erstmals urkundlich belegt, ist Mainaschaff seit jeher nach Westen ausgerichtet, hin zu den Gemeinden Kleinostheim und Dettingen. Mit diesen beiden Dörfern teilte sich Mainaschaff lange die Nutzungsrechte über die „Ossenheimer Mark“, einem großen Waldgebiet, das sich entlang der drei Orte erstreckte.

Mainaschaff gehörte im Hochmittelalter zum Einflussbereich der Grafen von Rieneck. Ihr Nachfolger wurde das Stift St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, dessen Herrenhof in Mainaschaff, direkt neben der Kirche gelegen, den Mittelpunkt der Stiftsherrschaft im Ort markierte.

Vom Autobahnbau und der daraus folgenden verkehrsgünstigen Lage profitierte Mainaschaff außerordentlich. Gewerbe- und Industrieansiedlungen haben Wohlstand gebracht. Der Einzug der Moderne hat das Ortsbild stark verändert und die Dorfstruktur aufgebrochen.

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Unsere Wanderempfehlung:

Der Kulturweg mit einer Länge von 11 km beginnt unterhalb des Ankerplatzes und führt über mehrere Stationen entlang des Mains zwischen dem Mainparksee („Oscheffer Meer“) und der Aschaffmündung. Vorbei am alten Ortskern von Mainaschaff mit der Magarethenkirche und dem Gasthaus „Krone“ erreichen Sie über einen Abstecher den ehemaligen Weinberg „Kapellenberg“.

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