Die Mauerreste des ehemaligen Kalkbrennofens am „Hühnerlöchlein“, der bis 1952 in Betrieb war, sind heute noch zu sehen. Die Steine wurden am Klettenberg, Zamesloch und anderen Steinbrüchen gebrochen, in einem Rundofen aufgeschichtet und gebrannt.

Der Waldsassengau war im Frühmittelalter (9. Jahrhundert) ein ostfränkischer Gau, der Teile des südöstlichen Spessarts und das Gebiet zwischen Mainviereck und Maindreieck umfasste. Helmstadt ist Teil dieser alten Kulturlandschaft.

Die Geschichte Helmstadts ist durch den Wechsel geprägt. Vom 8. bis in das 16. Jahrhundert hatten das zu Fulda gehörende Kloster Holzkirchen und die Grafen von Wertheim die Dorfherrschaft inne. Nach deren Aussterben setzte ein jahrelanger Streit um Helmstadt ein, der den Ort nach einer Periode unter der Familie Imhof in den Besitz des Hochstifts Würzburg brachte. 1814 kam Helmstadt schließlich an Bayern. Durch die Grenzlage wurde Helmstadt im Bruderkrieg von 1866 zwischen Preußen und Bayern zum Kriegsschauplatz, woran bis heute eine Reihe von Denkmälern erinnern – auch dies ist ein Grund für den Namen des Kulturweges: »Zwischen allen Fronten«.

Darüber hinaus hat die Helmstadter Kulturlandschaft noch weit mehr zu bieten: Geschichten um Kalkstein und Löss sowie die des Pfeifers von Niklashausen. Heute hat Helmstadt mit dem Ortsteil Holzkirchhausen 2.600 Einwohner (2009).

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Unsere Wanderempfehlung:

Der europäische Kulturweg in Helmstadt beginnt und endet am Pfeiferdenkmal. Die Stationen Kirche und Prinz-Ludwig-Denkmal befinden sich im Ort. Beim Rundgang durch die Kulturlandschaft führt die Route zu zwei weiteren Denkmälern des Bruderkrieges von 1866 und zu einem Kalkbrennofen sowie zu einer Lehmgrube. Von der Station Krammberg, nahe am Ort gelegen, hat man einen schönen Blick auf Helmstadt.

Es ist ein geringer Höhenunterschied zu überwinden. Folgen Sie auf einer Länge von ca. 10km der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

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