Der Kesselhaken dürfte zu einer mehrteiligen Kesselaufhängung gehört haben, wie sie aus archäologischem Kontext auf der Burg Bartenstein bei Partenstein geborgen werden konnte. Mit der an einem schwenkbaren Galgen angebrachten Konstruktion konnte ein großer Kupferkessel über ein offenes Feuer gehängt werden. Auf diese Art und Weise ließ sich kochen und Wasser erwärmen. Besonders wichtig war die Möglichkeit, mit Kettengliedern oder einer Säge die Höhe des Kessels über dem Feuer jederzeit verstellen und damit regulieren zu können.

Fragment eines Kesselhakens aus Eisen vom Kugelberg bei Goldbach, Spessart, zweites Drittel 12. Jahrhundert, Fz.-Nr. 241, H. 8,7 cm, Br. 3,4 cm

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Kesselhaken aus archäologischem Kontext sind vom „Alten Schloss“ bei Kleinwallstadt (Mitte 13. Jh.), von der Burg Wahlmich bei Waldaschaff (Mitte 14. Jh.) sowie von der Burg Bartenstein bei Partenstein (15. Jh.) bekannt.


© Harald Rosmanitz, Partenstein, 2019