Seit etwa 1200 ist die Armbrust als Jagd- und Verteidigungswaffe aus dem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Spessart nicht mehr wegzudenken. Bei Grabungen des Archäologischen Spessartprojektes wurden inzwischen annähernd einhundert dieser Artefakte ergraben.

Wie die Hufeisen wurde die einmal gefundene Idealform über den gesamten, hier skizzierten Nutzungszeitraum nicht verändert. Ein weiteres Problem ergibt sich bei der Zuweisung: Die eiserne Spitze eines langen Pfeils unterscheidet sich in ihrer Bauart so gut wie nicht von der Spitze eines Armbrustbolzens, der von einer Jagdarmbrust mit geringer Reichweite und Durchschlagskraft abgefeuert wurde.

Vergleichbare Armbrustbolzen gibt es von der Kugelburg bei Goldbach, vom „Alten Schloss“ bei Kleinwallstadt, von der Burg Bartenstein bei Partenstein, sowie von der Burg Wahlmich bei Waldaschaff.


© Harald Rosmanitz, Partenstein, 2020