Klein aber oho – dies gilt in besonderem Maße für ein Buntmetallstück, das erst nach Abschluss der Konservierungsarbeiten sein Geheimnis lüften sollte: Das kaum daumennagelgroße Blechstück verhinderte urspünglich das Durchstoßen der ledernen Scheide, in die ein Messer gesteckt wurde. Dafür brachte man an der Spitze der Scheide den besagten Besatz an. Dass das Metall ursprünglich zu einem repräsentativen Aussattungsgegestand gehörte, läßt sich an der flächendeckenden Verziegung ablesen: Zu sehen ist wird der stark schematisierte Kopf eines behelmten Kriegers.

 

Beschlag einer Messerscheide aus Buntmetall vom Kugelberg bei Goldbach, Spessart, zweites Drittel 12. Jahrhundert, Fz.-Nr. 317, H. 2,6 cm, Br. 1,53 cm

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© Harald Rosmanitz, Partenstein, 2019