Main, Saale und Sinn, mit diesen drei Flüssen verbindet man Gemünden – doch es gibt noch einen vierten: die Wern. An ihrer Mündung in den Main und von bewaldeten Höhen umgeben liegt Wernfeld, 1158 erstmals genannt – eigentlich romantisch, aber auch an den Verkehrsachsen der Bahnstrecken Würzburg-Frankfurt und an der Werntalbahn.
Diese Nähe zu Verkehrswegen hat Spuren hinterlassen:Das ehemalige Gasthaus Hofmann ist ein Barockbau des 18. Jh., der vom würzburgischen Beamten der nahen Zollstelle „Zwing“ in Auftrag gegeben wurde. Im Dorf waren Gewerbezweige zuhause, die ihren Verkauf mobil organisierten, wie z. B. Besenbinder. Örtliche Lehmvorkommen in den Gruben am Seerosenteich und der rote Buntsandstein brachten Einkommen, wie die Tradition der Häfner und der Steinhauer vor Ort belegt. Diesen Beruf gab es auch im auf der anderen Mainseite gelegenen Kleinwernfeld, für dessen Anbindung bis 1994 eine Fähre unterwegs war. Von der seither vorhandenen Fußgängerbrücke bieten sich schöne Ausblicke entlang des Mains. Neueren Datums ist das Kompostierungswerk des Landkreises Main- Spessart. Eine Besonderheit im Ort sind die beiden gegenüberliegenden Kirchen Maria Himmelfahrt – alt und neu.
Startpunkt Wernfeld_GPX Länge
Wanderbeschreibung:
Der Kulturweg hat zwei Schwerpunkte: Die Dorfrunde über 2 km bringt Ihnen anhand von fünf Stationen die Ortsgeschichte näher. Darüber hin-aus können Sie von der Fußgängerbrücke weit in die Landschaft entlang des Mains blicken und einen Abstecher nach Kleinwernfeld machen.
Die Seerosenschleife führt über 6 km durch die Wernfelder Kulturlandschaft. Es sind etwa 150 Höhenmeter zu überwinden. Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.
Durch Anklicken der entsprechenden Bildbereiche gelangen Sie zu den hochauflösenden .pdf-Dateien der jeweiligen Tafeln:

