Programm
| Freitag, 9. Oktober 2026 | |
| 11:00 – 11:30 Uhr | Dr. Harald Rosmanitz (Partenstein) Gedanken zum Tagungsthema |
| THEMENBLOCK I: Die Burg um 1400 | |
| 11:30 – 12:00 Uhr | Prof. Dr. Rüdiger Krause (Frankfurt am Main) Die Burg um 1400 vor Christus – Fortifikation und Machtzentrum in der Bronzezeit |
| 12:00 – 12:30 Uhr | Dr. Winfried Mogge (Lohr am Main) Rothenfels – ein fürstbischöflicher Amtssitz um 1400 |
| 12:30 – 13:00 Uhr | Dagmar und Patrick Rauch (Amöneburg) Die Burgen im Höllental |
| 13:00 – 13:30 Uhr | Kaffeepause |
| 13:30 – 14:00 Uhr | Dr. Gerald Volker Grimm (Obernburg) Burg Ramsdorf |
| 14:00 – 14:30 Uhr | Prof. Dominik Lengyel (Berlin) Neueste Forschungen zur Burg Hollenfels |
| 14:30 – 15:00 Uhr | Philipp Schinkel (Thurnau) Bernstein am Wald – Zerstörungsfreie Erforschung einer mittelalterlichen Kleinburg im Frankenwald |
| 15:00 – 15:30 Uhr | Kaffeepause |
| 15:30 – 16:00 Uhr | Dr. Tanja Kilzer (Trier) Schottische Burgen zwischen Königsmacht und Clan-Verrat um 1400. Burgenbau und Herrschaftssicherung in einer Ära des Umbruchs |
| 16:00 – 16:30 Uhr | John Zeitler (Nürnberg) Umtrunk im Pfarrhaus – Ein reiches Keramikinventar der Zeit um 1400 im Lorenzer Pfarrhof in Nürnberg |
| 16:30 – 17:00 Uhr | Kaffeepause |
| 17:00 – 17:30 Uhr | Anton Stegerwald (Goldbach) Am großen Rad drehen – Wie Heinrich Toppler Rothenburg zum Rivalen von Nürnberg machte |
| 17:30 – 18:00 Uhr | Dr. Corinna Gannon (Frankfurt am Main) Das Frankfurter Paradiesgärtlein. Kunst und Wirklichkeit um 1400 |
| 18:00 – 18:30 Uhr | Dr. Robert Fecher (Kleinostheim) und Joachim Lorenz (Karlstein) Vorstellung des Tagungsbands „Schlachtfeldarchäologie“ |
| 18:30 – 19:00 Uhr | Kaffeepause |
| FESTVORTRAG | |
| 19:00 Uhr | Begrüßung durch Dr. Harald Rosmanitz (Partenstein) |
| 19:15 Uhr | Dr. Guido Faccani (Mainz) Die Mainzer Johanniskirche: Ursprüngliche Kathedrale und Bestattungsort von Erzbischof Erkanbald († 1021) |
| Samstag, 10. Oktober 2026 | |
| 09:00 – 09:15 Uhr | Begrüßung durch Peter Seitz Bürgermeister der Gemeinde Krombach |
| 09:15 – 09:30 Uhr | Begrüßung durch Wolfgang Beyer (Waldaschaff) Erster Vorsitzender des Archäologischen Spessartprojekt e. V. |
| THEMENBLOCK II: Wenn Funde sprechen – Realien um 1400 | |
| 09:30 – 10:30 Uhr | Dr. Harald Rosmanitz (Partenstein) Tannenberg meets Hauenstein Die datierenden Funde von zwei Burgen aus dem Rhein-Main-Raum |
| 10:30 – 11:00 Uhr | Kaffeepause |
| 11:00 – 11:30 Uhr | Dr. Frederik-Sebastian Kirch (Esslingen) (R)Evolution im Maul – Das Gebiss von der Burg Hauenstein und die Entwicklung der Hebelstangentrense im 14. Jahrhundert |
| 11:30 – 14:00 Uhr | Mittagspause mit ExkursionBesichtigung der Burg Hauenstein(Führungen: Sabrina Bachmann (Heimbuchenthal) und Dr. Harald Rosmanitz (Partenstein)Besichtigung ausgewählter Grabungsfunde im Rathaus in Krombach (Führung: Christine Reichert, Mainaschaff)Für die Fahrt zur Burg Hauenstein müssen Fahrtgemeinschaften gebildet werden. |
| THEMENBLOCK III: um 1400 – vermitteln | |
| 14:00 – 14:30 Uhr | Sabrina Bachmann (Heimbuchenthal) Mit der Xbox ins Jahr 1403 – Erlebbares Mittelalter in der digitalen Spielewelt |
| 14:30 – 15:00 Uhr | Lisa Brackmann (Frankfurt am Main) Damals 1410. Minstragram, Minternet, Mid-Pop-Boys & Co. Eine digital-analoge Ausstellung für Kinder zur Medienkompetenz |
| 15:00 – 15:30 Uhr | Christine Reichert (Mainschaff) Auswertung nicht nur für das Bücherregal – Das (vermeintlich) langweilige Thema Kachelofen in der Museumpädagogik |
| 15:30 – 16:00 Uhr | Kaffeepause |
| THEMENBLOCK IV: Aus anderen Forschungsbereichen | |
| 16:00 – 16:30 Uhr | Sabrina Bachmann (Heimbuchenthal) Neues zum karolingischen Gräberfeld in Seehausen |
| 16:30 – 17:00 Uhr | Julie Bauduin (Freiburg im Breisgau) Spuren eines Lebens – Die Menschen in Seehausen im Spiegel ihrer Skelette |
Schwerpunkt des 17. Symposiums zur Burgenforschung im Spessart ist die Burg um 1400.
Nicht nur im Spessart wurden am Ende des 14. Jahrhunderts zahlreiche Burgen entweder vollständig umgebaut oder neu errichtet. Die Anlagen waren so konzipiert, dass neueste Entwicklungen der Wehrtechnik Eingang fanden. Zugleich entstanden neue Funktionstypen. Eine große Anzahl der Befestigungen dienten beispielsweise der Kontrolle und dem Schutz unmittelbar angrenzender Wirtschaftsbetriebe.
Ein beredtes Zeugnis für eine solche Baulichkeit ist die Burg Hauenstein bei Krombach. Die Ausgrabungen im Spätjahr 2017 lieferten unerwartete Erkenntnisse über das Bauwerk selbst, des Alltagslebens dort und über die Zerstörung im Jahre 1405. Die Aufbereitung der Befunde und Funde 2025 gaben den Impuls dafür, sich intensiver und facettenreicher dieses Themas anzunehmen.
Die Tagung 2026 in Krombach soll dazu beitragen, das Bodendenkmal in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Dafür sind politische, ökologische, realienkundliche, ebenso wie burgenkundliche Aspekte von Interesse. Ähnlich wie heute lebten die Menschen damals in einer Zeit großer Umbrüche. Das Patriziat revoltierte in Würzburg gegen den Bischof, der Nachfolger der Lichtgestalt Karl IV. wurde wegen Unfähigkeit abgesetzt, lange vor dem Bauernkrieg wurde die Allmacht und Prunkliebe der Kirche kritisiert. Die Zeit um 1400 war allerdings nicht nur eine Epoche der Unsicherheit und der Konflikte. Eine gut ausgebaute Infrastruktur ließ den Handel und den Warenaustausch erblühen, neue Techniken und Produktionsformen revolutionierten die Gesellschaft, die Umschichtung von Vermögen und Macht stellte das bestehende Feudalsystem in Frage, in den Metropolregionen Köln, Basel und Straßburg wurden geistige und künstlerische Impulse gesetzt, der Hang zum Repräsentativen erreichte weite Teile der Bevölkerung.
Im Rahmen des zweitägigen Symposiums möchten wir einem ganzen Bündel von Aspekten nachspüren. Im Mikrokosmos Spessart dienen die innerhalb des Mittelgebirges liegenden Burgen und kleinräumige Zentren des Wirtschaftsgeschehens als Ausgangspunkte für diese Betrachtungen.
Hinweis:
Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich mit deren Veröffentlichung einverstanden. Wenn Sie eine solche Veröffentlichung nicht wünschen, wenden Sie sich bitte an unsere Fotografierenden vor Ort.
