Die Hellebarde, auch Helmbarte, Halmbarte und Halbarte, ist eine Stangenwaffe für Berittene gleichermaßen wie für Fußsoldaten. Im 13. Jahrhundert als Kombination von Speer und Sichel entwickelt, ist diese Waffe bis heute zur Repräsentanz im Einsatz. Als die Helmbarte von der Burg Hauenstein im Jahre 1405 in den Boden gelangte, hatte sich die Waffenform noch nicht voll entwickelt. Es fehlt der für spätere Hellebarden typische, der Klinge entgegengesetzt angebrachte Haken.

Hellebrade von der Burg Bartenstein, vor 1405, Fd.-Nr. 094, H. 50,5 cm, Br. 9,6 cm

 

Die aus den Schweizerkriegen bekannte Frühform der Hellebrade wurde im ersten Drittel des 15. Jahrhundert in zahlreichen Buchminiaturen wiedergegeben, meist als Bewaffnung von Reitern.

Verbrennung von Jan Hus. Miniatur aus der Chronik des Konstanzer Konzils, Ulrich von Richental, um 1470 (Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Cod. St. Georgen 63 )