Buchschließe aus Buntmetall aus dem 14. Jahrhundert
1,9 cm, Br. 2,8 cm, T. 0,4 cm, Weilbach, Gemeindearchiv, Fd-Nr. Gotthard 1016.

Die hier gezeigte Buchschließe bestand ursprünglich aus zwei Elementen. Von diesen hat sich die Metallspange mit Haken erhalten. Sie war mit einem vom vorderen Buchdeckel ausgehenden Lederriemen am Buch befestigt. Das Gegenstück, ein Beschlag mit Steg und Öse, konnte bei den Grabungen auf dem Gotthardsberg nicht gefunden werden.
Derartige Schließen wurden an Büchern mit Holzdeckeln angebracht, um einen Gegendruck zum Rückendeckel auszuüben. Damit war das dauerhafte Pressen des Buchinhalts möglich. Das Wellen des Pergaments konnte vermieden werden.
Buschschließen sitzen meist paarig an den Längsseiten des Deckels. Die Breite der Schließe lässt Rückschlüsse auf die Buchstärke zu.