Glättstein aus Glas aus dem 14. Jahrhundert
3,2 cm, Br. 6,8 cm, T. 2,3 cm, Weilbach, Gemeindearchiv, Fd-Nr. Gotthard 0386.

Die aus kompakter Glasmasse bestehenden Glättsteine dienten zum Bügeln von Leinenstoffen. Durch das Darüberfahren mit dem handtellergroßen Glasobjekt kam es zu einer statischen Aufladung und einer Hitzeentwicklung. Dies erlaubte es, in die dünnen Textilien beispielsweise Plissierungen, wie sie für den Kruseler benötigt wurden, einzubügeln.

Der Glättstein kam bei etwas komplexeren und kleinteiligen Arbeiten bis ins 19. Jahrhundert zum Einsatz. Größere Textilien wurden gemangelt.