Glöckchen aus Messing, 15. Jahrhundert.
H. 2,5 cm, Br. 1,8 cm, T. 1,9 cm. Weilbach, Gemeindearchiv, Fd-Nr. Gotthard 0535.

Solche kleine Glöckchen, auch Schellen genannt, waren als Kleidungsbesatz gedacht. Aus dünnem Blech tiefgezogen oder in Form geschlagen sind sie ein typisches Erzeugnis der in Nürnberg ansässigen, Buntmetall verarbeitenden Betriebe.
Bei der Fertigung eines solchen Massenartikels wurden zwei Halbkugeln geformt. Diese ließen sich zu einem Kugelkörper mit einem Durchmesser von knapp zwei Zentimetern verbinden. Eine Drahtaufhängung ermöglichte das spätere Aufnähen auf die Kleidung.