Der Film "Das Wirtshaus im Spessart" prägt das Klischee von einem von Räubern bewohnten, dunklen Mittelgebirge bis heute



Aufführung des Filmes „Das Wirtshaus im Spessart“ mit anschließendem Schmaus im „Riesen“

am Freitag, dem 30 . September 2005,
im Kino „Schloss Lichtspiele“ in Miltenberg

Komtesse Franziska von und zu Sandau (Liselotte Pulver) ist mit ihrem Verlobten Baron Sperling (Günther Lüders), ihrer Zofe und einem Pfarrer per Kutsche auf dem Weg nach Würzburg, als sie im Spessart überfallen werden. Nicht ahnend, dass es sich um die Falle einer berüchtigten Räuberbande handelt, folgen sie dem Rat zweier zwielichtiger Gestalten ( Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller) und steigen im nahe gelegenen Wirtshaus ab. Dort treffen sie auf die Handwerksburschen Felix ( Helmuth Lohner) und Peter ( Hans Clarin) und auf die Räuber, die die Komtesse als Geisel nehmen, um von ihrem Vater ein Lösegeld zu erpressen. Diese tauscht kurzerhand mit Felix die Kleider und kann entkommen. Als Franziska erfährt, dass ihr Vater das Militär schickt, statt das Lösegeld zu zahlen, kehrt sie zu den Räubern zurück, um in ihrer Verkleidung dem Hauptmann (Carlos Thompson) als Burschen zu dienen. Der erkennt das falsche Spiel schon bald und verliebt sich in Franziska.

Der Film liefert ein Spiegelbild der westdeutschen Nachkriegs-Gesellschaft der 1950er-Jahre: Viele Männer, die beim Wiederaufbau mithelfen könnten, sind nach dem Krieg in Gefangenschaft oder gefallen. Entsprechend übernehmen die Frauen die klassische Arbeit der Männer, allerdings nur so lange, bis deren Internierung vorüber ist.

In der Nachfolge drehte Kurt Hoffmann 1960 Das Spukschloß im Spessart und 1967 Herrliche Zeiten im Spessart.

Im traditionsreichen Kino „Schloss Lichtspiele“ in Miltenberg, das seit 1913 von der Familie Baier betrieben wird, läuft am 30. September der legendäre Film "Das Wirtshaus im Spessart“ mit Liselotte Pulver von 1957.

Anschließend laden wir im nebenan gelegenen ältesten Gasthaus Deutschlands, dem Riesen, zu einer Speisenfolge für Räuberhäuptlinge und Komtessen, zubereitet von der KOCHWERKSTATT - Gesellschaft für Kochen als Kunstgattung.

Spessarträuber haben sicher eher selten ein so reichhaltiges Mahl erbeutet. Sie werden erleben wie ein Gelage einst aussah – zu Zeiten, als von Kartoffeln und Tomaten noch keine Rede war. Die Speisenfolge wird einerseits historisch und andererseits klischeetreu sein, passend zum Film. Drei Akte aufgebotener Köstlichkeiten werden Sie auf den Geschmack bringen ─ seien Sie bereit!

Erster Akt: Das Anpirschen

- Zander- und Krebssülzen
- Sauer eingelegte Fische
- Krebse in Brühe
- Knödlein in Brühe
- Erbsensuppe
- Schnecken in Knoblauchbrühe
- Eier auf Salat.

Zweiter Akt: Der Überfall

- Wildgeflügelberge auf Gemüsebergen
- Würste auf Sauerkrautbergen
- Gekochtes Euter knusprig herausgebacken
- Knusprig gebratene Spanferkelköpfe mit Gewürzen gespickt
- Geräucherte Schweinezungen
- Vier Sorten Pasteten
- Mangold- und Pflaumentorte
- Salat mit Hühnern

Dritter Akt: Die Beute

- Torten
- Mandelbackwerk
- Marzipanschlösser
- Hohlhippen
- Konfekt
- Muse in allen Farben
- Eingemachtes Obst, Käse

Ein Gelage dieser Art ist ─ wenn überhaupt ─ nur alle 10 Jahre möglich. Seien Sie dabei!

Karten:
Kino 5 Euro,
Kino + Gelage: 58 Euro (ohne Getränke).
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung

Kartenreservierungen unter info@spessartprojekt.de, oder telefonisch unter Tel: 06021 38 67 416, Fax 38 67 430.

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