Die Mainhölle zwischen Bürgstadt und Miltenberg.
Die Mainhölle ist nicht nur ein glutroter Buntsandsteinbruch hoch
über dem Mainufer bei Bürgstadt und Miltenberg - er
ist auch Namensgeber für ein zehntägiges Festival, das im Spätsommer 2006 die
Kultur unserer Mittelgebirge präsentierte. Zwischen dem 23. September
und dem 2. Oktober konnte man in "Festival an der
Mainhölle" jeden Tag eine neue Facette unserer Heimat
kennenlernen. Der Anlaß war das 10-jährige Jubiläum des
Spessartkongresses von Bad Orb.
Wir hielten das Beste aus Spessart und Odenwald
bereit: es gab einen Dialektabend mit Wein und Gesang,
700 Jahre Literatur unserer Heimat wurden szenisch
dargeboten. Ein Höhepunkt war der Filmabend, bei dem
erstmals das filmische Schaffen der Region während der letzten
50 Jahre in einer großen Retrospektive gezeigt wurde. Zünftig
ging es bei der Aufführung des Filmes "Das Wirtshaus im Spessart"
zu, bei dem in "Riesen", ein historisches Mahl kredenzt wurde, von dem die Räuber nur
träumen konnten.
Für Wanderer von Interesse war der 25. September mit der
Eröffnung des UNESCO-Geopark-Kulturpfades "an der Mainhölle"
in Bürgstadt (10 km Länge). Anschließend kannte man Zeuge eines Weltrekordversuches werden: am Winzerfestplatz spielte
das größte Mandolinenorchester der Welt.
Die Radsportfreunde trafen sich am 2. Oktober zu einer Radsternfahrt mit dem Ziel Bürgstadt.
Wer wissen wollte, was sich in zehn Jahren an Wissen in der
Region angesammelt hat, konnte am wissenschaftlichen Symposium
in Miltenberg mit anschließender Exkursion zur Martinskapelle
nach Bürgstadt teilnehmen.
Parallel zum Festival fand der Weinherbst in Miltenberg statt.
Zusätzlich luden Ausstellungen zu Spessart-Highlights,
Mineralien, Makro-Pflanzen-Fotografien, Feierabendziegeln sowie "Einblicke"
zu vielen weiteren Themen zum Verweilen ein. Weiterhin wurde speziell für das Spessartfestival ein Rundweg von
Großheubach über das Kloster Engelberg zum Klotzenhof und zum
Rosshof eingerichtet.
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