Kinder des Kindergartens St. Elisbeth aus Frammersbach besuchen die Waldausstellung im Spessartmuseum in Lohr


Netzwerk Natur, Kultur und Landschaft

Projektbeschreibung

Das Projekt umfasst als eines von drei Modulen ein Programm zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen und Grundschullehrern in der Vermittlung Natur, Kultur und Landschaft sowie der Weiterentwicklung von Kursen für weiterführende Schulen und Erwachsene.

Im Zuge eines Pilotprojekts mit dem Kindergarten St. Elisabeth, Frammersbach, konnte festgestellt werden, dass ein hoher Bedarf an der Vermittlung der Landschaft in ihrer Gesamtheit und Komplexität besteht. Gerade in Kindergärten und Grundschulen wird dies zwar von den Erzieherinnen und Lehrern gefordert, doch sind diese nicht ausreichend geschult und haben oft keine nähere Kenntnis der unmittelbaren Umgebung, weil sie nicht aus der Region stammen. Hier soll das neue Projekt ansetzen, und ausgehend von den bereits gemachten Erfahrungen, Erzieherinnen und Lehrern im Umgang mit der Landschaft schulen und sie in die Lage versetzen, diese an die Kinder (Zielgruppe: 3-10 Jahre) zu vermitteln.

Zielsetzung

Das Projekt richtet sich besonders an Erzieherinnen und Lehrer, die eigentliche Zielgruppe sind aber die Kinder und Schüler. Es ist wichtig, bei den Kindern ein Verständnis für die Bedeutung und Verletzlichkeit unserer Landschaft zu wecken, damit sie sich später im Sinne einer nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der Landschaft einsetzen. Gerade über Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter lassen sich auch deren Eltern erreichen, die oft auf anderem Wege kaum für die Anliegen unserer Landschaft und ihrer nachhaltigen Entwicklung zu interessieren wären.

Das Projekt befriedigt ein vorhandenes Informationsbedürfnis bei den Erzieherinnen und Lehrern. Es basiert auf Erkenntnissen, die im Pilotprojekt Elisabeth-Kindergarten Frammersbach im Rahmen des europäischen Projekts Pathways to Cultural Landscapes gewonnen wurden. Es gibt bisher noch kein vergleichbares Angebot für Erzieherinnen und Lehrer, das durch die enge Zusammenarbeit des Archäologischen Spessartprojekts und des Forschungsinstituts Senckenberg die Landschaft in beiden Komponenten, der natürlichen und der menschlich gestalteten, derart umfassend und gesamtheitlich vermittelt. Dabei fließen die Erfahrungen aus der Kulturlandschaftsvermittlung des Archäologischen Spessartprojektes sowie aus der Ausbildung der Kulturlandschaftsführer ebenso ein, wie die langjährige Erfahrung des Forschungsinstituts Senckenberg in der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte an Schulklassen und Jugendgruppen.

Für die Pilotprojekte wurde auf hessischer Seite eine Kindertagesstätte in Steinau gewählt. Das Pilotprojekt auf bayerischer Seite findet in Partenstein statt.

Nach Auslauf der Förderung sollen die dann entwickelten Kurse angeboten werden. Dabei sollen die im Rahmen des Projekts aufgebauten Vermittlungsstrukturen genutzt werden. Die Kursbeiträge sind kostendeckend. U.a. deshalb wurde bei Kindergärten und Grundschulen auf die Ausbildung der Erzieherinnen und Grundschullehrer gesetzt, da hier kostendeckende Gebühren für Kindergartengruppen oder Grundschulklassen nur schwer zu erzielen sind.

Projektträger

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