Soeben ist die neueste Ausgabe von „naturopa“ erschienen. Naturopa wird vom Europarat herausgegeben. Gegründet wurde die Zeitschrift als Informationsmedium für die Anliegen des Naturschutzes in Europa. Im Laufe der Jahre nahmen dabei auch die Landschaftspflege und die Kulturarbeit einen immer breiteren Raum ein.
Die neueste Nummer widmet sich als Sonderheft einem ganz besonderen Thema, der Verbindung von Landschaft und Literatur.
Auf dem Kulturweg Hafenlohrtal hat sich auch das Archäologische Spessartprojekt mit diesem Thema beschäftigt – nicht von ungefähr, hat hier doch Kurt Tucholsky die Schönheit des Spessart besungen – und die Mysterien des Frankenweins, nicht zu vergessen (gewiss, er möpselt gelegentlich nach, aber wo nicht, da schmeckt er nach Sonne…).
Auf unserer Webseite haben wir der Literatur in, um und zum Spessart eine eigene, große Abteilung gewidmet.
Dies blieb auch im Europarat in Straßburg nicht unbemerkt, und so wurden wir gebeten, die landschafts-literarische Seite für Deutschland zu gestalten.
Deshalb ist diese auch ein wenig spessartlastig, zugegeben. Aber sie feiert ganz allgemein die deutschen Mittelgebirge, denn sie sind das Herz Deutschlands. Sicher, sie sind nicht so spektakulär wie die ragenden Gipfel der Alpen und die sturmumtosten Küsten der Nordsee, aber wie schrieb schon Kurt Tucholsky: wenn Landschaft Musik macht, dies ist ein deutsches Streichquartett. Ein Streichquartett ist nicht so laut, so aufregend, so gewaltig wie eine Oper oder eine Symphonie, aber es ist unglaublich komplex, tiefsinnig, und die größten Komponisten haben hier zu völlig neuen Ausdrucksformen gefunden. Man ist vielleicht beim ersten Hören noch nicht so begeistert, man muss genau hinhören, damit sich der ganze Reichtum der Musik erschließt. So ist es mit den Mittelgebirgen, mit dem Spessart. Gerade darum ist er so wunderbar literarisch.
Hier finden Sie der für die Präsentation ausgewählten Texte: