Verborgene Äcker

Die Bewirtschaftung von Ackerterrassen bei Lohrhaupten, der sogenannte „Röderbau", ist bis in das 19. Jahrhundert nachgewiesen und findet seinen Ursprung im Mittelalter.

Röderbau heißt, dass man Niederwald rodete, zusammenwarf und anzündete, wobei die Asche als Dünger genutzt wurde. In der Regel wurden auf einem solchen Feld zwei Ernten eingefahren, mehr gab der Boden nicht her. Hauptanbaugewächs war der Buchweizen. 15-20 Jahre blieb das Feld nun brach liegen, über das währenddessen Vieh zur Hute getrieben wurde.

Der Landverbrauch war aufgrund der fehlenden Düngemittel sehr groß. Das erklärt, dass viele Flächen, die heute wieder bewaldet sind, früher als Ackerboden genutzt wurden. Teilweise sind in anderen Regionen des Spessarts und Bayerns solche „Waldäcker" noch erkennbar.

 

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