Ein gewöhnlicher Tümpel ?

In der Waldabteilung "Lehmkaute" im Spessart ist der Boden mit Löchern übersät, von denen einige mit Wasser gefüllt sind. Hier holten sich die Frammersbacher seit Jahrhunderten Material für die Lehmwände und -böden ihrer Fachwerkbauten. Solche Lehmlager sind im Hochspessart heute sehr selten.

Vor etwa 8.000 Jahren war ein Großteil des Spessart von einer fruchtbaren Lössschicht überzogen, als das Land in der Jungsteinzeit erstmals großflächig besiedelt wurde. Der Nutzung der Fläche durch den Menschen folgte die Erosion des Bodens, bis der Kulturboden weggeschwemmt war und das Land ungeeignet für eine dauerhafte, dichte Besiedlung wurde. Übrig blieb der unter dem Löss liegende Buntsandstein, auf dem nur noch Sträucher und Bäume wuchsen.

Heute trifft man im Hochspessart kaum noch auf die Überreste der Steinzeit: nicht etwa, weil es dort keine menschlichen Aktivitäten gab. Vielmehr sind alle Spuren in die Täler gespült worden.

 

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