Der Waldsassengau war im Frühmittelalter (9. Jahrhundert) ein ostfränkischer Gau, der Teile des südöstlichen Spessarts und das Gebiet zwischen Mainviereck und Maindreieck umfasste. Ansbach, Erlach und Waldzell sind Teile dieser alten Kulturlandschaft und der europäische Kulturweg knüpft an die mittelalterlichen Wurzeln an.

Wegen des guten Ackerbodens wurde die Region östlich des Spessarts schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Dem 769 gegründeten Kloster Neustadt ist die mittelalterliche Gründung von Ansbach, Roden und Waldzell zu verdanken, denn hier entstanden Klosterhöfe, die das Kloster Neustadt versorgten. Das ist das Verbindende des Kulturweges: In allen drei Ortschaften befinden sich Gebäude ehemaliger Wirtschaftshöfe des Klosters Neustadt. Später im Mittelalter weitete in dieser Gegend vor allem das Hochstift Würzburg seine Macht aus, weshalb Erlach, Ansbach und Waldzell – wie auch das Kloster Neustadt – in das Herrschaftsgebiet des Hochstifts Würzburg aufgenommen wurden.

Dabei haben die drei Dörfer Besonderheiten entwickelt: Die Waldzeller die Verbundenheit zur Gertraudenkapelle, Erlach ist ein Schifferdorf geworden und in Ansbach steht ein Kirchturm wie von einer Burg.

Unsere Wanderempfehlung

Der europäische Kulturweg „Waldsassengau 2“ in Roden-Ansbach, Neustadt-Erlach, und Steinfeld-Waldzell beginnt und endet an der Mainlände in Erlach (1). Richtung Ansbach geht es am Main entlang um die Wasserversorgung in Unterfranken (2). Durch das Krebsbachtal wird die Ansbacher Kirche (3) erreicht. Als nächstes folgt der Abstecher zum Fossiliensteinbruch (4). Die Route führt nun nach Waldzell an die Kirche (5) und dann zur Gertraudenkapelle (6), von wo wieder Erlach erreicht wird. Es ist ein Höhenunterschied vom 150 m zu überwinden.


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