Der auf der Gemarkung von Damm gelegene Strietwald war Lehrforst der königlich bayerischen Forstlehranstalt (1819-1910). Ursprünglich gehörte dieses Gebiet zur so genannten »Ossenheimer Mark«, einem zur gemeinsamen Nutzung freigestellten Waldbezirk. Hier befinden sich im Steinbruch Teschenhöhle geologisch interessante Reste eines Vulkankegels, dessen Basalt inzwischen ausgebeutet ist.

Der Schauplatz einer Raubgrabung an einem Hügelgrab führt uns eine Bedrohung unserer Kulturlandschaft vor Augen. Auch der Jahnfelsen und die Menzenmühle werden berührt. Der alte Schießplatz war Übungsplatz des in Aschaffenburg stationierten bayerischen Jägerbatallions.

Die unterhalb des Waldes gelegene Siedlung Strietwald wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gegründet.

Unsere Wanderempfehlung:

Der Kulturwanderweg mit 8 km Länge ist ein Rundweg, der stellenweise auf engem Pfad verläuft. Er durchquert den Strietwald, der zur Gemarkung von Damm gehört. Der Start befindet sich am Parkplatz des Aschaffenburger Nordfriedhofes, nördlich des Ortsteils Strietwald. Von dort aus geht es als erstes zum Jahnfelsen. Im Steinbachtal wurde zu Ehren Turnvater Jahns, einem Vertreter der Märzrevolution von 1848, an einem Felsstück eine Gedenktafel angebracht. Wenige Meter, den Bach entlang, erzählt eine Legende die Geschichte der Menzenmühle, die an dieser Stelle vermutet wird. Weiter geht es zu einem ausgeraubten Grabhügel. Gräber dieser Art geben Auskunft über menschliches Leben vor Jahrtausenden. Viel weiter in die Zeit zurück führt die Station Teschenhöhle. Hier brach vor über 44 Millionen Jahren ein Vulkan aus - der einzig bekannte Vulkanausbruch im Spessart. Zurück blieb Basalt, der im 18. Jahrhundert als wertvolles Baumaterial abgebaut wurde. Der Vulkanschlot bietet einen einzigartigen Blick in die geologische Vorgeschichte des Spessart. Schließlich führt der Weg am historischen Schießplatz vorbei, zum Ausgangspunkt zurück. Die Außenstation „ Dicker Stein" erläutert die geologische Vergangenheit des Spessart. Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

Durch das Anklicken der Zahlen können Sie die dazugehörigen Tafeln des Kulturrundwegs aufrufen.


Tafel 1
 
Tafel 5