Südlich der Apfel-Appel-Sprachgrenze - sprich des »Äppeläquators« - liegt um Schollbrunn und Grünau, dem ehemaligen Kloster der Kartäuser, eine Kulturlandschaft, in die der Mensch seit über 750 Jahren gestaltend einwirkt. Dies wird an den Ruinen der Markuskapelle oder der Kartause Grünau fühlbar.

Prägend für diesen Landstrich ist die Grenzlage zwischen der früheren Grafschaft Wertheim, dem Kurmainzer Spessart und dem Bistum Würzburg. Deshalb wird der Schollbrunner Dorfplatz auch »Dreimärker« genannt. Im Mittelalter wurde diese Gegend intensiv genutzt, wie historisch-archäologische Forschungen bestätigen. Die »Hungerjahre« zwischen 1750 und 1950 haben diese Zeit verdrängt, in der im Spessart viele Bauern ihr Auskommen fanden.

Schollbrunn war das Klosterdorf der Kartause Grünau. Seit 1637 sind Katholiken und Protestanten hier gleichberechtigt - in anderen Spessartdörfern musste man sich für eine Glaubensrichtung entscheiden. Das Urbild des Spessarträubers, der Erzwilderer Johann Adam Hasenstab, nutzte hier die Jagdpfründe und kam 1773 im Kropfbachtal zu Tode.

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