
Der Eisenhammer des Eisenwerkes Kurtz ist der letzte noch tätige seiner Art im Spessart. Er wird, wie bei seiner Gründung im Jahre 1779, mit Wasserkraft betrieben. Am 24. März diesen Jahres erhielten die Brüdern Tobias und Johann-Heinrich Wenzel aus Neulautern von den Grafen von Wertheim die Erlaubnis für die Errichtung des Eisenhammers.
Unter dem Aufwerferhammer, der schon seit 200 Jahren in Betrieb ist, wurden früher die sogenannten Luppen ausgeschmiedet. Dies waren Eisenklumpen von etwa 150 Pfund, die aus Alteisen mit Holzkohle erschmolzen wurden. Aus dem ausgeschmiedeten Luppeneisen wurden landwirtschaftliche Geräte hergestell wie Wagenreifen, Wagenachsen, Radschuhe, Pflugschare und Hebeisen. Die Eisenstücke werden in den Schmiedöfen bis zur Weißglut erhitzt. Die erforderliche große Hitze wird durch ein Gebläse erreicht, welches ebenfalls durch Wasserkraft betrieben wird und dessen Einrichtung schon weit über 100 Jahre alt ist.
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