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Obernburgs Altstadt steht auf den Fundamenten des Kastells der 4. aquitanischen Reiterkohorte, das 83/85 n. Chr. angelegt wurde. Die Hauptstraße Obernburgs, die Römerstraße, entspricht deshalb der Via Principa-lis, der Hauptstraße des Kastells und des Lagerdorfes. Zur Sicherung des Mittelabschnittes des »Mainlimes«, des Mümling- und des Elsavatales gehörte neben dem Kastell auch eine Benefiziarierstation.
Die Benefiziarier waren oberste Verwaltungsbeamte des Statthalters, die jeweils für ein halbes Jahr das Sicherheits-, Nachrichten- und Transportwesen vor Ort überwachten. Die in Obernburg 2000/02 ausgegrabene Benefiziarierstation ist außergewöhnlich gut erhalten. Deshalb wird sie - als ein Höhepunkt am UNESCO-Weltkulturerbe Limes - in einem neuen Römermuseum präsentiert werden.
Unsere Wanderempfehlung:
Der »Römerspaziergang« führt vom Römermuseum entlang der mittelalterlichen Stadtmauer (Obernburg wurde 1317 zur Stadt erhoben) vorbei am Almosenturm zur Annakapelle, die über einem römischen Mithrasheiligtum steht. Über die Kapellengasse steigt der Weg kurz bergan zum Mittleren Höhenweg. Der herrliche Panoramablick reicht von hier über die Stadt und das Maintal bis in den Spessart. Das Zentrum der mittelalterlichen Stadt bildeten das Rathaus und die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul. Hier befindet sich das Grabmal von Johannes Obernburger (um 1500 - 1552), dem langjährigen Sekretär des Kaisers Karl V. Am Römermuseum schließt sich die Runde wieder.
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