Das Kloster Neustadt ist eine der ältesten und bedeutendsten Anlagen in Franken. Es wurde 781 eingeweiht, nachdem der zweite Würzburger Bischof Megingoz (+ 783) 769 als Bischof resignierte, wieder zurück nach »Rorinlacha« ging und 772 ein Kloster an der »Neuen Statt« gründete. Von hier gingen - gemeinsam mit Amorbach - starke Impulse der karolingischen Sachsenmission aus. So waren allein drei Neustädter Äbte die ersten Bischöfe des sächsischen Bistums Verden an der Aller. Ende des 10. Jahrhundert geriet das Kloster Neustadt in die Abhängigkeit des Würzburger Hochstifts, unter dem es bis zur Säkularisation 1803 verblieb.


Danach gelangte Neustadt mit seinem gesamten Besitz als Entschädigung für linksrheinische Landverluste an die Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Ein Brand des Jahres 1857 zerstörte die Klostergebäude sowie große Teile der Kirche. Seit 1909 wird das Kloster von Missions-Dominikanerinnen bewohnt. Werfen Sie nach Ihrer Rückkehr vom Rundweg einen Blick auf die reichhaltige Innenausstattung der Klosterkirche sowie auf das kleine, aber exquisite »Ein-Zimmer-Museum Lapidarium«.

Unsere Wanderempfehlung:

Der Kulturrundweg startet an der Klosteranlage in Neustadt, einer ehemaligen Benediktinerabtei, die seit 1907 von Missions-Dominikanerinnen bewohnt wird. Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg über den Kreuzweg auf den Hornungsberg, hat man eine gute Übersicht über die strategisch günstige Lage Neustadts. Von hier aus führt der markierte Wanderweg zum Margarethenhof. Die Geschichte des einst klösterlichen Wirtschaftshofs lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Heute ist der Margarethenhof nicht mehr zugänglich. Auf schönem Waldweg wandert man weiter bis zum Forsthaus Aurora, wo ein bewirtschaftetes Waldhaus zum Rasten einlädt. Das Forsthaus entstand in der Zeit, als der Klosterwald an den Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg übergegangen war. Auf dem Rückweg biegt die Route kurz vor Neustadt rechts ab und erreicht die Michaelskirche, die zur Klosteranlage in Neustadt, dem Ausgangspunkt, gehört.

Durch das Anklicken der Zahlen können Sie die dazugehörigen Tafeln des Kulturrundwegs aufrufen.


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