
Das 7,4 m hohe Echterepitaph beherrscht den Chor der alten Wallfahrtskirche. Das 1583 von Erhard Barg geschaffene Grabmal zeigt die Generation des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn, der im Bischofsornat dargestellt ist.
Julius Echter von Mespelbrunn, Fürstbischof von Würzburg (1544-1617, Bischof ab 1573) wurde im Schloss Mespelbrunn geboren. Er war ein Vorkämpfer der Gegenreformation und Erneuerer des Katholizismus in seinem Bistum. Die Protestanten ließ Echter von Jesuiten belehren. Wer nicht zur „lieben alten katholischen Religion" zurückkehren wollte, musste auswandern. Innerhalb von wenigen Jahren sollen etwa 100.000 Evangelische „bekehrt" worden sein. Gleichzeitig reformierte er das katholische Kirchenwesen. Am 2.1.1582 eröffnete er die neue Universität Würzburg mit einer theologischen und philosophischen Fakultät und stiftete 1589 das Geistliche Seminar. Ein Denkmal seiner landesväterlichen Fürsorge ist das von ihm gestiftete Juliushospital in Würzburg. Die Festung Marienberg baute er zum Renaissanceschloß aus.
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