
Um die Schifffahrt auf dem Main zu beleben, die durch den Eisenbahnbau wesentlich zurückgegangen war, wurde in den Jahren 1883-1900 die Mainstrecke von der Mündung in den Rhein bis nach Offenbach ausgebaut. Aufgrund schwieriger Verhandlungen mit Bayern zog sich die Fortführung mainaufwärts bis 1914 hin.
In diesem Jahr wurde der Bau der Staustufe bei Mainaschaff begonnen und 1919, kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges, vollendet. Der Main wurde 2,5 m hoch aufgestaut. Eine 12 m breite und 400 m lange Floßgasse wurde im Bereich der Schleuse parallel zum Fluss angelegt, in der die Flößer den Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasser überwinden konnten. Das Gefälle des Flusses ermöglichte den Bau eines Kraftwerks mit drei Turbinen.
Im Zuge der letzten Mainregulierung wurde der Fluss an der neuen Staustufe Kleinostheim auf 6,80 m Höhe aufgestaut. Dadurch wurde die Staustufe Mainaschaff hinfällig. Am 6. Juni 1971 stellte das Kraftwerk die Tätigkeit ein.
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