Der Charakter der Stadt Lohr ist seit jeher der einer Gewerbe- und Handelsstadt. Aufbauend auf einer alten Ansiedlung gründeten die Grafen von Rieneck hier in einer regelmäßigen Struktur mit Stadtmauer ein Gemeinwesen (Stadt seit 1333), bei dem von Anfang an der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund stand. Dies dokumentiert sich durch ausgedehnte Handwerkerviertel, einen großen Marktplatz sowie die Mainlände, die dem Schiffbau sowie dem Be- und Entladen vorbehalten war.

Die nötige Energie für die Produktion holten sich die Lohrer vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert überwiegend vom Wasser - und zwar in Form von Mühlen. Diese befanden sich an der Lohr und am vergleichsweise kleinen Rechtenbach, wo aneinandergereiht bis in die Stadt hinein zeitweise über zehn Mühlen arbeiteten. Ob es Mehl, Öl, Kupfer, Papier oder andere Produkte waren, die Mühlen arbeiteten zuverlässig für den Wohlstand der Stadt. Der aus dem Rechtenbach abgeleitete »Stadtbach« floss durch die Handwerkerviertel und ermöglichte so das Gewerbe der Gerber, Büttner und Färber.

Mit dem Beginn der Industrialisierung gingen aus den Mühlen Industriebetriebe hervor. Gleichzeitig siedelten sich durch den Anschluss an die Bahn (1854) früher im Spessart heimische Eisenhämmer in Lohr an (z.B. Rexroth). Die daraus entstandene Industrie ist bis heute Garant für eine erfolgreiche Entwicklung der Stadt.

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