Die „Goade" - eine Gasse aus vergangener Zeit

In Rechtenbach hat sich ein Architekturensemble erahlten, an dem die Jahrhunderte nahezu spurlos vorüber gegangen sind. Die „Goade", wie die Gasse im Volksmund genannt wird, enthält noch eine Sandsteinpflasterung des 19. Jahrhunderts sowie Gebäude, die aufgrund des fränkischen Realteilungsrechts seit dem 18. Jahrhundert mehrfach in sich verschachtelt sind. Zeugnis der alten Bausubstanz legt ein Tragebalken ab, der als Eckpfosten mit Holzschnitzereien versehen wurde. Im oberen Teil ist die Jahreszahl 1618 verzeichnet.

Es gibt nicht mehr allzu viele architektonische Zeugnisse dieser Art im Spessart. Im Zuge des angestiegenen Lebensstandards nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Fachwerkbauten abgerissen, nicht zuletzt wegen fehlender Zentralheizung und unzureichenden Wasser- und Stromleitungen.

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