
Das „Müllersche Hofhaus", aus dem Kilian Müller, der Initiator der Frohnhofener Versammlung stammte. Er war 1859-1869 Abgeordneter des bayerischen Landtages.
Die Märzrevolution von 1848/49 hinterließ auch in Frohnhofen ihre Spuren. Nachdem im Januar 1849 der bayerische Landtag die Grundrechte angenommen hatte, die in der Frankfurter Paulskirche formuliert worden waren, lag es nun an dem bayerischen König Maximilian II., dieser Verfassung zuzustimmen. Um den König zu überzeugen, fanden überall im Land Versammlungen statt, so auch in Frohnhofen. 3.000 Menschen kamen zu der von Kilian Müller, Wirt der örtlichen Brauerei, am 9. April organisierten Versammlung. Darunter befanden sich vier Abgeordnete des Frankfurter Paulskirchenparlaments sowie drei bayerische Landtagsabgeordnete. Unter der schwarz-rot-goldenen Fahne der Revolution warben die Redner für die neue Verfassung. Doch auch Versammlungen und Petitionen überall in Bayern konnten König Maximilian nicht beeindrucken. Am 23. April lehnte er die Frankfurter Beschlüsse ab und im Mai löste sich das Frankfurter Parlament auf. Die Revolution war gescheitert.
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