Seit der Jungsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.) siedelten unsere Vorfahren in mehreren Phasen bis um Christi Geburt auf den vor Kahl und Main hochwassersicheren Uferterrassen bei Kahl. Die Anfänge des heutigen Ortes werden um 800 n. Chr. vermutet. 1282 erfolgt die erste urkundliche Nennung Kahls, das damals zum sogenannten »Freigericht« gehörte, einer Genossenschaft mehrerer Dörfer, die besondere Rechte gegenüber den Landesherren geltend machten, insbesondere gegen die Erzbischöfe von Mainz. Nachdem Kahl erst 1736/48 an Mainz gefallen war, wurde es nach 1817 unter bayerischer Herrschaft zum Grenzort mit Zollstation.

Den Anschluß an die industrielle Revolution erhielt Kahl 1856 durch den Bau der königlich-bayerischen Westbahn, dem in der Folge der Braunkohletagebau vor Ort und die Einrichtung der Kahlgrundbahn 1898 folgte. Die Ansiedlung von Gewerbe war den Kahlern nicht fremd, gab es doch schon im 18. Jahrhundert in der heimischen Gemarkung elf Mühlen.

Als Teil des Rhein-Main-Wirtschaftsraums verfügt Kahl auch heute über große Gewerbegebiete. Die ehemaligen Braunkohlegruben sind inzwischen mit Wasser gefüllt und bilden heute, gemeinsam mit den Kahlauen, ein attraktives Naherholungsgebiet.

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