Zwischen »Himmel & Hölle« befindet sich der Besucher des europäischen Kulturweges in Heimbuchenthal. Dem Himmel nahe sind Sie beim Spaziergang zur Kapelle »Herrin der Berge«. Der Weg Elsava abwärts führt zur »Hölle« Höllhammer, das Ensemble eines ehemaligen Eisenhammers.

Dazwischen eröffnen sich über 700 Jahre Geschichte Heimbuchenthals, das erstmals im »Mainzer Koppelfutterregister« aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erscheint. Die Anfänge des Dorfes lagen dabei an den entgegen gesetzten Enden: Am nördlichen Ortsende entstand die Martinskirche, drei Kilometer südlich wurde die Burg »Zur Mulen« erbaut.

Als sich Heimbuchenthal zwischen diesen Polen langsam zum Straßendorf entwickelte, verlor die Burg bald an Bedeutung, während aus dem zur Burg gehörigen Mühlenstandort im 18. Jahrhundert ein frühindustrieller Eisenhammer – eine kleine Fabrik – wurde. Der Heimathenhof rundet den Kulturweg durch seine schöne Lage oberhalb des Dorfes ab.

Unsere Wanderempfehlung:

Start des Kulturweges ist der alte Bahnhof in Heimbuchenthal, der Ziel- und Ausgangspunkt der „Spessartbahn" ist. Der markierte Weg führt nun an der Kernsmühle, heute umfunktioniert in ein Fahrrad-Museum, vorbei zur Promenade „Wiesenweg", wo rekonstruierte alte Bewässerungssysteme betrachtet werden können. Nun bietet die kleinere Schleife von ca. 5 km die Möglichkeit, die zum 250-jährigen Jubiläum neu renovierte Martinskirche zu besuchen. Anschließender Höhepunkt ist die Feldkapelle „Herrin der Berge". Nachdem der Wanderer wieder nach Heimbuchenthal über den „Wiesenweg" geführt wird, kann die zweite Schleife (ca. 6 km) wieder am alten Bahnhof zum Heimathenhof und Industriedenkmal „Höllhammer" beginnen. Unter der Leitung der Familie Rexroth entstand im 18. Jahrhundert ein kleines, sich selbst versorgendes Eisenhammerdorf. Moderne Zeiten machten eine Produktionsauslagerung nach Lohr erforderlich, der Höllhammer wurde dann als Hofgut genutzt. Im schönen Elsavatal wandert man zurück nach Heimbuchenthal.

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