
Die Elsavatalbahn „unter Dampf"
Nach mehreren Entwürfen für die Elsavabahnstrecke genehmigte 1904 der Bayerische Landtag den Bahnbau als „Geschenk" für ein, wie es später hieß „Notstandsgebiet zum Gütertransport". Bauherr war die Bayerische Staatseisenbahnverwaltung. Der Baubeginn verzögerte sich bis 1908 und so wurde zunächst die Teilstrecke von Obernburg bis Eschau fertig gestellt. Es kam dabei immer wieder zu erneuten Schwierigkeiten, die Elsava musste verlegt werden, es gab zähe Verhandlungen beim Erwerb von Grundstücken. Im Laufe des Jahres 1909 wurde die restliche Strecke von Eschau nach Heimbuchenthal vollendet. Am 10. Januar 1910 wurde die „Spessartbahn" feierlich in Betrieb genommen. Auf der Strecke Obernburg-Heimbuchenthal verkehrten im Sommerfahrplan 1910 durchschnittlich dreizehn Züge pro Tag.
Mit den Zügen wurden nicht nur Güter wie Holz befördert, sondern auch Arbeiter, Lehrlinge und Schüler, die nach Obernburg, Elsenfeld, Kleinwallstadt und Aschaffenburg gelangen wollten. Auf der Rückfahrt waren die Waggons meistens mit Kohle, Düngemittel, Saatgut, Baumaterial, Lebensmitteln und Krämerwaren beladen.
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