Bereits die Mainzer Erzbischöfe wussten das Haibacher Wasser zu schätzen. Die Renovierung der über 450 Jahre alten Brunnenstube, von der Wasser bis in das Aschaffenburger Schloss geleitet wurde, erschließt eines der bedeutendsten frühneuzeitlichen technikgeschichtlichen Denkmäler Bayerns.

Schon vorher, nämlich im Hochmittelalter, hatten sich Adelige in Haibach einen Wohnsitz erbaut: die Ketzelburg - lange legendenumwoben und heute archäologisch und historisch erforscht.

»Wellekipper« war früher der Spitzname der Haibacher, weil es verbreitet war, Krüppelholz zu großen Bündeln zu binden und zu verschüren. Der Steinbruch Wendelberg führt uns vor Augen, wie aus einem ehemaligen Industriebetrieb eine ökologische Nische für seltene Tierarten geworden ist. Zudem fand man hier früher das Mineral, das vom Spessart seinen Namen hat: Spessartin.

Unsere Wanderempfehlung:

Unterhalb des Ringwalls Ketzelburg, an der Skulptur „Geschwisterpaar", eine künstlerische Umsetzung der Geschichte der Burg, beginnt der Kulturwanderweg. Er führt als erstes zum hochmittelalterlichen Ringwall „Ketzelburg". Auf dem durchgehend erhaltenen Ringwall laufend, wird auf mehreren Infotafeln das Ausmaß der ehemaligen Anlage (1500 m² Innenfläche des Walls) vorgestellt. Von dort aus geht man, am Rande der Haibacher Schweiz, zum „Hohen Kreuz", einem Aussichtspunkt und gelangt zur kurfürstlichen Brunnenstube von 1525. Die hier beginnende Wasserleitung versorgte die Burg, den Vorgänger des Schlosses Johannisburg in Aschaffenburg mit Frischwasser. Mit der Freilegung und Renovierung der Brunnenstube verfügt Haibach über ein bedeutendes technisches Denkmal. Abschließend gelangt man auf dem markierten Weg zum stillgelegten Steinbruch am Wendelberg.

Durch das Anklicken der Zahlen können Sie die dazugehörigen Tafeln des Kulturrundwegs aufrufen.

 
Tafel 1