Nach der Säkularisation des Klosters Neustadt und dem Übergang an die Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg wurde Einsiedel zum Standort einer Glasmanufaktur. Grund dafür war, dass hier die Energielieferanten Wasser (für Mühlen) und Holz (für Holzkohle und Pottasche) reichlich vorhanden waren.

Von 1807 bis 1819 wurde hier das sogenannte Mondglas erzeugt, ein rundes Flachglas. Zwischen 1820 und 1889 stand in Einsiedel die „Karlshütte", eine Glasmanufaktur, die Hohlgläser aller Art herstellte.

Wenn man bedenkt, dass in Bayern zwischen 1815 und 1840 etwa 60 gewerbliche Betriebe bestanden, die mehr als 50 Beschäftigte hatten, lag Einsiedel mit der Größenordnung von etwa 50 Mitarbeitern als ein „Großbetrieb" im damals gar nicht so stillen Hafenlohrtal .

zurück