Zahlreiche frühgeschichtliche Spuren wurden auf der westlichen Gemarkung Rothenbergens entdeckt. Die erste urkundliche Erwähnung aus dem Mittelalter findet sich in einem Güterverzeichnis, das ungefähr auf das Jahr 1215 datiert werden kann. Rothenbergen wird in dieser Urkunde »Rodinberch« genannt. Zu dieser Zeit gruppierten sich die Bauernanwesen um den »Schieversteiner Hof« (heute Anwesen Landgasthof »Zum Bogen«). Den stärksten Einfluss auf die Dorfentwicklung hatte die Straße von Frankfurt nach Leipzig. Der Bau eines Militärflugplatzes durch die Nationalsozialisten veränderte ab 1935 das bäuerlich geprägte Alltagsleben. Der Fliegerhorst wurde im Fachwerkstil getarnt an die bäuerlichen Anwesen angepasst.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen um ein Drittel auf 1266 im Jahre 1946. Die Gründung der Firma WIBAU auf dem ehemaligen Flugplatzgelände leitete den Wandel zur Arbeitnehmergemeinde ein. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, zahlreiche moderne öffentliche und kirchliche Einrichtungen sowie ein intensives Vereinsleben bildeten in den 1950er und 60er Jahren die Grundlage für ein blühendes Gemeinwesen. Zum 1. August 1972 wurde Rothenbergen per Gesetz Teil der neuen Gemeinde Gründau. Durch seine Nähe zum Ballungsraum Rhein-Main und den Naherholungsgebieten der Umgebung zieht der heute bevölkerungsreichste Gründauer Ortsteil mit 3881 Einwohnern (2012) in den letzten Jahrzehnten viele Neubürger an.

Unsere Wanderempfehlung:

Der europäische Kulturweg startet am Drei-Kirchen-Blick und führt oberhalb des Ortes zu zwei Panoramatafeln. An der „Weißen Steinkaute“ geht es um Goethe und um Archäologie. Die beiden Stationen in der Dorfmitte erläutern die Bedeutung Rothenbergens als Schulstandort und den Einfluss der Durchgangsstraße. Abschließend geht es um den ehemaligen Fliegerhorst, der heute ein Industriepark ist.

Es ist ein Höhenunterschied von 50 m zu überwinden. Folgen Sie auf einer Länge von ca. 6 km der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

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