Die Geschichte Biebers und seiner Umgebung ist vom Bergbau geprägt. Die geologischen Voraussetzungen für die Entstehung von Bodenschätzen reichen über 150 Millonen Jahre in die Erdgeschichte zurück. Gesteinsmassen gerieten unter starke Druck- und Scherkräfte, wodurch Verwerfungen entstanden. An deren Gesteinsspalten stiegen von der Erdwärme aufgeheizte Salzlösungen der Metalle auf und bildeten durch Vererzung die Grundlage für die Erzvorkommen.

Die älteste Urkunde zum Bergbau und der Verhüttung der Erze stammt von 1494. Der 1334 erstmals urkundlich genannte Ort Bieber unterstand mehreren Grundherren (Kondominat), den Kurfürsten von Mainz, den Grafen von Rieneck und später den Herren (ab 1429 Grafen) von Hanau. Nachdem 1559 das Rienecker Grafengeschlecht und 1736 auch das Hanauer Grafengeschlecht erloschen waren, kam Bieber an die Landgrafen von Hessen-Kassel, deren Nachfolger ihr nunmehriges Kurfürstentum schließlich 1866 den Preußen überlassen mussten. Kriege und unterschiedliche
Interessen der Grundherren verhinderten eine stetige Entwicklung der Bieberer
Montanbetriebe. Zudem erforderten die niedrigen Erzgehalte geschickte und kapitalkräftige Berg- und Hüttenfachleute. Die Landesherren wählten sie unter den Einheimischen und Auswärtigen (z.B. aus dem »haarz«) mit wechselndem Erfolg aus.

Unsere Wanderempfehlung:

Die „Bieberer Acht“ ist zweigeteilt: In Bieber beginnt die Schleife „Geologischer Lehrpfad“ mit 11 Stationen (1-11) auf einer Länge von ca. 7 km. Von der Wiesbütt aus kann die ca. 5 km lange Schleife „Bergbau“ mit 4 Stationen (A-D) begangen werden, die durch das Naturschutzgebiet „Lochborn“ führt. Am Schnittpunkt der beiden Schleifen liegt der Lochborner Teich.

Die gesamte „Bieberer Acht“ hat zwischen Bieber und der Wiesbütt eine Länge von ca. 12 km mit einem Höhenunterschied von etwa 200 m. Folgen Sie der Markierung des gelben EU-Schiffchens auf blauem Grund.

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