"In Obernau ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau.“

Wer den Obernauer „Gaasebrunne“ kennt, weiß, was damit gemeint ist : Ziegen waren in Obernau früher in vielen Hausgärten zu finden. Der Grund dafür liegt in der Stellung zwischen Stadt und Land, die Obernau einnimmt.

Die Nähe zu Aschaffenburg bestimmte schon früh die Orientierung – ob in alter Zeit das Stift St. Peter und Alexander oder heute der stadtnahe Arbeitsplatz.

Gleichzeitig können die Obernauer direkt vor ihrer Haustür den Gegensatz zum städtischen Leben genießen: Den Obernauer Wald und die Kapelle „Maria Frieden“, die Streuobstwiesen mit prächtigen Rundumsichten sowie den Spaziergang am Mainufer. Wenn man von allem das Beste hat, muss man doch vor Freude tanzen, oder?

Unsere Wanderempfehlung:

Die 6 km lange Runde beginnt an der Wendelinuskapelle und führt in den Obernauer Wald zur Waldkapelle. Über den Judenpfad geht es unterhalb des Judenfriedhofs zu den Streuobstwiesen mit Blick auf Aschaffenburg. Im Spessart finden sich zahlreiche „Judenwege" und „Judenbrunnen". Vor allem im 19. Jahrhundert lag der Viehhandel im Spessart in den Händen jüdischer Händler, von denen die Wege und Viehtränken ihren Namen erhielten. Da nur in wenigen Gemeinden jüdische Friedhöfe existierten, mussten die Juden ihre verstorbenen Angehörigen oft über weite Strecken zum nächsten Friedhof fahren. Die Streuobstwiesen zeichnen sich nicht nur durch ihre Schönheit und Artenvielfalt aus, von hier stammt auch der leckere Schlaraffenburger Apfelsaft. Der Weg führt weiter quer durch den Ort zur Schleuse. Letzte Station ist die Hauptstraße, die von historischen Gebäuden gerahmt wird, bevor Sie wieder Ihren Ausgangspunkt erreichen.

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