Der Aschaffenburger Stadtteil Nilkheim steht auf historischem Boden. Einst befand sich hier in westlicher Richtung das Dorf Nilkheim. Die Dionysiuskirche in diesem Ort wurde um das Jahr 711 eingeweiht. In den Kriegswirren des 16. Jahrhunderts verfiel der Ort, die Kapelle und der Nilkheimer Hof blieben erhalten.

Heute ist Nilkheim ein moderner Stadtteil mit ausgedehnten Gewerbeflächen, wiedergegründet im 20. Jahrhundert. Nilkheim profitiert von seiner günstigen Lage: Zwischen dem einzigartigen Landschaftspark Schönbusch und dem Main gelegen, ergibt sich wie von selbst eine Runde um den Ort. Sie verbindet die Schönheiten einer Garten- und einer Flusslandschaft mit moderner Industriearchitektur.

Unsere Wanderempfehlung:

Die 6 km lange Runde beginnt am Sportplatz in der Nähe der Bahnbrücke. Durch die Siedlung Nilkheim erreichen Sie den alten Nilkheimer Bahnhof und streifen dann den Landschaftspark Schönbusch, einen der ältesten und am besten erhaltenen Englischen Landschaftsparks in Deutschland. Von hier haben Sie auch einen Blick auf die Nilkheimer Kapelle. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1661, doch steht die Kapelle an der Stelle einer Kirche aus dem frühen 8. Jahrhundert. Der Weg führt an Beispielen interessanter Industriearchitektur vorbei, die auch in die „Route der Industriekultur Rhein-Main" aufgenommen wurden. Dazu gehört das im Jugendstil erbaute Alte Wasserwerk, gleich neben dem hochmodernen Wasserwerk mit einer Förderleistung von 7,5 Millionen Kubikmetern Trinkwasser im Jahr. Zum Abschluss gehen Sie durch den Nilkheimer Park mit seinem Hofgut aus dem 18. Jahrhundert und dem Römerbad aus dem Kastell Stockstadt, das 1968 von der anderen Mainseite hierher verbracht wurde.

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