
Die Alzenauer Tephralagen
Als Besonderheit kommen in diesem Schichtenstapel Aschelagen von mindestens fünf Ausbrüchen von Osteifelvulkanen vor, die hier erstmals außerhalb der Osteifel entdeckt wurden und in der Fachliteratur als „Alzenauer Tephralagen" bezeichnet werden.
Sie sind Zeugnisse des frühen Osteifelvulkanismus und nur hier in dieser Zahl bekannt geworden. Heute sind noch in Resten die markantesten Aschelagen in Zentimerdicke deutlich zu erkennen. Die obere Lage ist feinkörnig und dunkelolivgrün, die untere ist heller und sandig. Sie markiert den Beginn eines hochexplosiven Ausbruchs eines Eifel-Vulkans. Dabei wurde ein wahrscheinlich phonolithisches Magma gefördert und in der Alzenauer Lehmgrube Aschen in Dezimeterdicke sedimentiert. Bei diesem enormen Ausbruch müssen weite Teile Deutschlands - wie bei den vier anderen Eruptionen vor mehr als 600.000 Jahren - flächenhaft mit vulkanischen Ablagerungen bedeckt worden sein.
Ähnlich geschah dies bei einem Eifel-Vulkan-Ausbruch vor ca. 13.000 Jahren. Damals wurden binnen weniger Wochen wenigstens vier Kubikkilometer Gesteinsmassen herausgeschleudert und über Mitteleuropa verbreitet. Auch z.B. im Dünenfeld im Norden Alzenaus liegt diese Asche örtlich in beachtlicher Stärke von bis zu über einem Meter Dicke in Mulden.
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