Funde erzählen Geschichte(n)


Funde geben uns wesentliche Aufschlüsse über das Leben der Burgbewohner. Zahlreiche Gegenstände und Geräte, die ebenso aus Handwerker-, Bauern- oder Kaufmannshaushalten stammen könnten, zeugen vom Alltag der Adelshaushalte in den zumeist engen, kalten und feuchten Burggemäuern. Vor allem in der Öffentlichkeit versuchte der Adel, diese schlichte Funktionalität des Alltags hinter sich zu lassen und sich so von den anderen sozialen Gruppen abzuheben. Der auf Abgrenzung bedachte höfische Lebensstil betraf besonders die Sachkultur, die ein geeignetes Mittel zur Repräsentation und Legitimation bildete. So spiegeln viele Funde die adelige Komponente wider.

Im Folgenden werden Fund vorgestellt, die im Herbst 2005 anläßlich der zweiten Grabungskampagne des Instituts für Vor- und Frühgeschichte der Justus-Liebig-Universität Giessen zu Tage kamen. Eine restauratorische Aufbereitung der Funde sowie eine eingehende Analyse steht für die meisten dieser Stücke noch aus.


Der Armbrustbolzen


Ofenkachel mit Ritter beim Tjosten

   
 
Das Vorhängeschloss

 

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