Funde vermitteln einen vielfältigen Einblick in das tägliche Leben und in die Sachkultur des "Alten Schlosses" bei Kleinwallstadt. Schon bei einer ersten Begehung der Anlage im Herbst 2004 fanden sich auf der Oberfläche Scherben, Ziegelbruchstücke, Eisenteile und Knochen. Eine erste Analyse der Keramik über Verleichsfunde aus Aschaffenburg, Alzenau und Haibach erlaubte eine zeitliche Einordnung in die Mitte des 13. Jahrhunderts. Damit stand schon vor Grabungsbeginn im Frühsommer 2006 fest, dass die Anlage später als die Ketzelburg in Haibach errichtet wurde. Nach Abschluss der Ausgrabungen im Sommer 2007 hat sich bestätigt, dass die Burgstelle allerhöchstens etwa vierzig Jahre in der Mitte des 13. Jahrhunderts besiedelt wurde. Diese Vermutung begründet sich auf die Einheitlichkeit des Fundmaterials, insbesondere auf die Rand- und Bodenausprägungen der Keramik. Augenfällige Übereinstimmungen mit der vor 1270 zerstörten Burg auf dem Gräfenberg geben uns eine zeitliche Vorstellung , wann die Anlage gründlich demontiert wurde. Die Burg auf dem "Alten Schloss" wurde später nicht mehr wieder in betrieb genommen. |
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| Keramik | Aquamanile | Spielzeug |
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| Ofenkacheln | Dachziegel | Nägel |
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| Hufeisen | Sporn | Gürtelbesatz |
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| Drahtrolle | Spinnwirtel | Kamm |












