Eine Wasserburg mitten im Spessart

Im Frühjahr 2008 wurde im Elsavatal südlich des Ortes Heimbuchenthal, Ldkr. Aschaffenburg eine eine mittelalterliche Burganlage ausschnittsweise archäologisch erforscht.

Die Maßnahme war ein Gemeinschaftsprojekt des Heimat- und Geschichtsvereins Heimbuchenthal, der Gemeinde Heimbuchenthal und des Archäologischen Spessartprojekts. Eine maßgebliche Förderung erfolgt durch den Bezirk Unterfranken.

Forschungsgeschichte Sagen Baugeschichte
Befunde Funde Geoarchäologie
Burgfest Grabungstagebuch Malwettbewerb
Die erst in der Mitte des 19. Jahrhunderst zerstörte Anlage war - wie wir aus zahlreichen Urkunden wissen - vom 14. Jahrhundert bis um 1430 bewohnt. Danach bildete die Ruine als Landmarke für weitere drei Jahrhunderter ein wichtiges Element der regionalen Identität. Erst bei einer Neuschotterung der Straße durch das Elsavatal wurde die Ruine in der Mite des 19. Jahrhunderts dem Erdboden gleich gemacht. Die ursprünglich die Anlage umgebenden Gräben wurden verfüllt.

Neben der Dokumentation der bisherigen Zerstörungen konnte mit Hilfe der jüngsten Grabungen die genaue Zeitstellung der Anlage und ihre wirtschaftshistorische Bedeutung im glas- und eisenreichen Spessart untersucht werden. Unter anderem von den dabi geborgenen Leder- und Nassholzfunden versprechen wir uns nach der umfangreichen Analyse des Fundguts ein wesentlich detaillierteres Bild des Lebens auf einer solchen kleinen Burg durch die Jahrhunderte, als es bislang bei den vergleichbaren, vom Archäologischen Spessartprojekt untersuchten Burgen in Haibach, Hösbach-Rottenberg, Kleinwallstadt und Partenstein möglich war.
Ein völlig neuer Aspekt für die Bewertung der Burg und deren Einbindung in die Kulturlandschaft Elsavatal ergab und ergibt sich durch die Einbeziehung der Geoarchäologie vom Ökologiezentrum der Universität Kiel.

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