Dieser Trichterhalsbecher wurde am Ende des 14. Jahrhunderts in der rheinischen Töpfermetropole Sieburg gefertigt. Charakteristisch ist der unten ringförmig verstrichene Wellenfuß. Über der eiförmigen Leibung erhob sich ursprünglich der trichterförmige Hals, der dem Gefäß seinen Namen gab.
Der Scherben ist dank der hohen Brenntemperatur von ca. 1250° C steinhart geworden. Die teilweise rostrote Färbung der Oberfläche beruht auf der Wirkung des Feuers, die beim Brennen der Keramik nicht gleichmäßig verteilt war.
So hat man sich den vollständigen Trichterhalsbecher vorzustellen.