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Der Spessart ist geographisch klar umgrenzt. Umschlossen vom Mainviereck im Süden und Westen, der Kinzig im Norden und der Sinn im Nordosten, breitet er sich über 2258 Quadratkilometer Fläche aus, wobei der weitaus größere Teil zu Bayern gehört (75%), der kleinere zu Hessen. Vier Landkreise und die kreisfreie Stadt Aschaffenburg haben Anteil am Spessart, der damit verwaltungsmäßig stark zersplittert ist. Nur wenige Organisationen, wie etwa das Archäologische Spessartprojekt oder der Spessartbund, sehen den ganzen Spessart als ihr Wirkungsgebiet.

Die Nord/Süd- sowie die Ost/West-Ausdehnung betragen je über 60km. Kristalline Gesteine im Vorderen Spessart und eine nach Südosten sanft geneigte Buntsandsteinplatte von bis zu 550m Dicke bildet die geologische Grundlage. Über Jahrmillionen haben warm-feuchte Klimaeinflüsse eine Hochfläche im Buntsandstein geschaffen, in den Eiszeiten wurden diese durch Täler zerschnitten. Aus dem Maintal mit 160m ü. NN bei Gemünden und 100m ü. NN bei Hanau erheben sich die Spessarthöhen. Der Geiersberg ist mit 586m ü. NN die größte Erhebung im Spessart. Durchschnittlich liegt das Gebiet auf einer Höhe von 300-400m. Die Niederschläge versickern in den Klüften und Spalten des Buntsandsteins und liefern das Wasser für die Quellen und Bäche an den Hängen und im Tal.

Heute stellt der Spessart eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands dar das vor allem durch seinen Laubmischwald geprägt ist. In seiner Geschichte war der Spessart jedoch immer wieder weitgehend entwaldet und noch im 19. Jahrhundert herrschte in manchen Spessartgemeinden Holzmangel. Der Wald ist das Resultat systematischer Wiederaufforstungen. So nannte Rudolf Virchow den Spessart Mitte des 19. Jahrhunderts das „schönste Beispiel deutscher Forstkultur“ und beschrieb ihn als Parklandschaft. Im 20. Jahrhundert folgte eine immer stärkere Wiederbewaldung als landwirtschaftlich genutzte Flächen brach fielen und die arbeitsintensive Wiesenbewässerung in den Spessart-Tälern eingestellt wurde.