Die stehende Frau mit Krone und langer, in scharfen Falten gebrochener Kleidung zählt zu den interessantesten Funden, die bei der Grabungen auf der Burg Bartenstein bei Partenstein geborgen wurden. Das aus Knochen geschnitze Figürchen hält in ihrer rechten Hand einen Palmwedel. Damit weist sie sich als Heilige, die ein Martyrium erfahren hat, aus. Die Rückseite des aus einem Langknochen geschnitzten Figürchens wurde glatt belassen.

Für verschiedene Ansichten der Stück bitten wir Sie, auf die Bilder zu klicken.

Vergleichbare Figürchen aus Anklam und Greifswald werden als figürlich besetzte Messergriffe angesprochen. Dort datieren sie in das späte 13. und frühe 14. Jahrundert. Die Ursprünge der Schnitzarbeiten dürften in französischen Werkstätten zu suchen sein. Das Partensteiner Stück entbehrt jedoch der Eleganz der in Elfenbein geschnittenen, französischen Vorlagen.


© Harald Rosmanitz, Partenstein, 2019